Startseite
Einleitung
Grundlagen
Orthografie
Rechtschreibstrategien
Rechtschreibanalyse
Übungen
Anhang
Literatur
Impressum
Konsonantenverdopplung
Längezeichen
Auslautverhärtung
ä- und äu-Schreibung
Die Wortfuge
Das Stammprinzip
Beispiele und Details

Längezeichen

Die Kennzeichnung langer Vokale durch Längezeichen (ah, aa, eh, ee, ie, ih, ieh, oh, oo, uh) unterliegt nur wenigen Regelhaftigkeiten und muss daher weitgehend als Merkwissen angesehen werden. Die wohl einzige einfache Regel in diesem Bereich besteht darin, dass Längezeichen nur nach langen Vokalen stehen können. Längezeichen nach Diphthong kommen gelegentlich nach ei vor, z.B. in Reihe; bei alter Rechtschreibung auch nach au in rauh.

Wichtig zu wissen ist aber, dass langes i im Deutschen meistens als ie geschrieben wird. Wörter mit langem i, das nur i geschrieben wird, wie z.B. in Maschine und Medizin, sind Fremdwörter.

Bei allen anderen langen Vokalen aber (a, e, o, u) erfolgt in den weitaus meisten Fällen keine Kennzeichnung durch ein Längezeichen. Die Schreibungen ah, eh, oh, uh sind eher selten, die Schreibungen aa, ee, ih, ieh, oo extrem selten. Auf Grund der Seltenheit und Unregelmäßigkeit dieser Schreibungen sollte man entsprechenden Fehlschreibungen also keine allzu große Bedeutung beimessen.

Da Längezeichen außer beim ie eher die Ausnahme sind, sind sie anfällig für Übergeneralisierungen: Wenn die Kinder wissen, dass nach langem Vokal ein h stehen kann, machen sie gerne einige h zu viel, z.B. in Fahrrahd.

 


[Startseite] [Einleitung] [Grundlagen] [Orthografie] [Rechtschreibstrategien] [Rechtschreibanalyse] [Übungen] [Anhang] [Literatur] [Impressum]

 

Copyright © 2001-2015 Rosemarie und  Peter Köhler. Alle Rechte vorbehalten

 

Stand: Januar 2015