Startseite
Einleitung
Grundlagen
Orthografie
Rechtschreibstrategien
Rechtschreibanalyse
Übungen
Anhang
Literatur
Impressum
Konsonantenverdopplung
Längezeichen
Auslautverhärtung
ä- und äu-Schreibung
Die Wortfuge
Das Stammprinzip
Beispiele und Details

Auslautverhärtung

Im Deutschen werden Plosive (b, p, d, t, g, k) am Wortende stimmlos gesprochen. Auch wenn am Wortende b, d oder g steht (dies sind die stimmhaften Plosive), wird trotzdem der entsprechende stimmlose Plosiv gesprochen (p, t oder k). Diese Erscheinung bezeichnet man als Auslautverhärtung. Beispielsweise wird Kind am Ende mit [t] gesprochen und daher von Anfängerinnen und Anfängern meist Kint geschrieben.

Dieser Wechsel von stimmhafter zu stimmloser Aussprache tritt auch auf, wenn auf den betreffenden Buchstaben noch ein oder zwei weitere Konsonanten folgen wie in Obst und ebenfalls am Silbenende wie in Abfall.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen ableitbaren und nicht (oder schwer) ableitbaren Schreibungen.

Beispiele: Hund wird mit d geschrieben; dies kann - durch Verlängerung bzw. Pluralbildung - von Hunde abgeleitet werden. Erlebnis wird mit b geschrieben (aber [p] gesprochen, da am Silbenende), weil es von erleben kommt. Das [p] gesprochene b in Obst ist nicht ableitbar, dies ist also ein Merkwort.

Weitere Fälle und Besonderheiten: In Wörtern wie König (wenn vor dem g ein i steht) wird das g meist nicht [k] - die normale Auslautverhärtung - sondern [C] gesprochen, also wie das ch in ich. In Detektive wird das v wie [v] (der w-Laut) gesprochen, in Detektiv aber wie [f], d.h. auch beim stimmhaften w-Laut gibt es Auslautverhärtung, er wird dann als stimmloser f-Laut gesprochen. Das gleiche gilt für s: Das s in Häuser wird stimmhaft gesprochen, das s in Haus aber stimmlos.

(Zur hier verwendeten Lautschrift siehe Laut-Graphem-Zuordnung)

 


[Startseite] [Einleitung] [Grundlagen] [Orthografie] [Rechtschreibstrategien] [Rechtschreibanalyse] [Übungen] [Anhang] [Literatur] [Impressum]

 

Copyright © 2001-2015 Rosemarie und  Peter Köhler. Alle Rechte vorbehalten

 

Stand: Januar 2015